DAS DYNAMISCHE FÜHRUNGSMODELL

VON MILAN KRAJNC

Der Zweck dieses Buches ist es, ein Modell der dynamischen Führung zu präsentieren, das sich in mehr als hundert Fällen als hervorragende Me­thode erwiesen hat, sowohl berufliche als auch persönliche Krisen zu überwinden und Heraus­forderungen zu meistern, damit sie nicht zu Kri­sen werden.

Das Dynamic Leadership Model ist ein Ge­schäftsparadigma für die Richtungs-, Organi­sations- und Kommunikationsstrategien eines Unternehmens, das verhindert, dass die Persön­lichkeiten derer, die den Geschäftsprozess aktiv gestalten, diese beeinflussen.

Das gesamte Modell basiert auf den Naturgeset­zen. Es wurde empirisch auf der Grundlage von Wissen entwickelt, das durch persönliche Erfah­rung erworben wurde:

„Als Kind wollte ich immer Holzbildhauer wer­den. Ich habe Dinge mit Dingen geschaffen, die ich im Holzschuppen zuhause gefunden habe. Als ich ungefähr acht oder neun Jahre alt war, kam die Astronomie in mein Leben. In der wei­terführenden Schule blieb ich mit Metallarbeitern zusammen, mit Leuten, die sich mit Materialien auskannten. Als angehender Metallurgist habe ich mich mit Legierungen und mit den Zusam­mensetzungs- und Bindungseigenschaften von Elementen vertraut gemacht. Obwohl ich nach dem Abitur noch Astronomie studiert hatte, be­schloss ich, Physik zu studieren.

An der Fakultät für Pädagogik habe ich mich mit den Grundlagen der Psychologie vertraut gemacht. Als Mitglied der Gesellschaft für Wis­senschaftsdolmetschen, einer Organisation für Wissenschaftskommunikation, habe ich gelernt, die Wissenschaft für die Allgemeinheit attrak­tiver und verständlicher zu machen. Ich konnte nicht sehen, dass ich Lehrerin wurde, obwohl ich es mehrere Jahre lang versuchte. Ich habe sogar versucht, mich selbst über Psychotherapie zu unterrichten, einschließlich verschiedener Mo­delle und Prozesse.

Aber meine Neugierde hat mich anderswohin ge­zogen. Als ich anfing, verschiedenen Unterneh­men zu helfen, ihre Geschäftsabläufe zu optimie­ren, wurde mir klar, dass im Allgemeinen die Quel­le der Probleme nicht in den organisatorischen Vorgängen lag, sondern in den Gewohnheiten – in den Köpfen der Mitarbeiter. Eine andere Sache, die mir ziemlich schnell bewusst wurde, war die Tatsache, dass der Charakter eines Mitarbeiters einen entscheidenden Einfluss auf den Arbeits­ablauf hat. Daher war es für mich letztlich ziem­lich einfach, ihre Entscheidungen und weitere Maßnahmen vorherzusagen. Ich wurde mit Miss­trauen betrachtet und nannte mich eine Wahr­sagerin. Ich erklärte denen, die mir misstrauten, dass es überhaupt nichts Übernatürliches gibt und dass meine Behauptungen durch die Geset­ze der Physik, die Funktionseigenschaften der Grundkräfte und so weiter unterstützt werden.

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Als ich im Laufe der Jahre mein Wissen und mei­ne Fähigkeiten erweiterte, wurde mir klar, dass die Persönlichkeit, die den Arbeitsprozess am meisten beeinflusst, die des Regisseurs ist. Aus der Thermodynamik wusste ich, dass der Körper, der höhere Energie besitzt, diejenigen mit gerin­gerer Energie beeinflusst – die sich dann an die erstere anpassen. Und aus der Metallurgie wuss­te ich, dass dieser Körper seinen Inhalt und seine Struktur verändern kann, wenn er lange genug mit Druck beaufschlagt wird, das ist für eine lan­ge genug Zeit.

“Sobald Sie Ihren Tag geplant haben, können Sie auch Ihre Woche, einen Monat, ein Jahr planen …“

Ich habe erkannt, dass sich meine Beharrlichkeit bei Managern auszahlt – wenn ich den Bildungs­prozess in Coaching und Therapie umwandelte, gelang es mir, ihre Verhaltensmuster zu ändern und die Quellen kritischer Probleme zu beseiti­gen.

Die Kenntnisse, die ich am Institut für Realitäts­therapie und am Institut für Transaktionsanaly­se erworben habe, halfen mir dabei – mit diesem Wissen konnte ich die Techniken, die ich spontan in diesem Bereich eingeführt hatte, methodisch weiterentwickeln. Verschiedene spirituelle Tech­niken halfen mir auch – und auch die Tatsache, dass ich in meinem persönlichen Leben auf har­te Zeiten gestoßen war. Nach meiner Scheidung kam alles zurück, was ich im Laufe der Jahre unter den Teppich gekehrt hatte. Plötzlich war all dieser Müll in mein Leben gekommen, aber das diente auch einem Zweck. Alles kam dann zusammen – zuerst die Probleme und dann der Ausweg.

Ich wusste, ich musste ungesunde Gewohnhei­ten aufgeben und einfach nur bestimmte Dinge vergessen, nicht in der Vergangenheit leben. Ich wusste, dass ich nicht aufgeben muss. Ich übertrug meine Gedanken auf Kunst und Kultur und überwand meinen Schmerz mit körperli­chen Aktivitäten. Ich wusste, dass ich auf dem richtigen Weg war, auch wenn die Methode noch nicht ganz da war. So entwickelte ich auf der Ba­sis meiner eigenen Erfahrungen und Kenntnisse die Methode der Sirius Personal Transformation und die Methode der Unternehmensumstruktu­rierung, die ich Sirius Business Transformation genannt habe

Ich wusste, dass die Kommunikation reguliert werden muss wie das Fließen eines Flusses – langsam, allmählich und nicht unterbrochen von plötzlichen Störungen, nicht durch den Bau von Staudämmen. Durch sich langsam ändernde Verhaltensmuster werden Veränderungen in den Arbeitsablauf gebracht. Dieser Prozess der Ein­führung von Veränderungen ohne Schock oder Trauma wurde von mir als dynamisches Füh­rungsmodell bezeichnet. Während des gesam­ten Prozesses werden mentale Übungen und or­ganisatorische Ansätze verwendet, die uns hel­fen, unsere Lasten aus der Vergangenheit durch sieben Phasen der Transformation zu entlasten. Danach erkennen wir, dass die gesamte Welt in uns ist und dass wir nur uns selbst entwickeln müssen – von innen heraus ! So können wir unse­re Berufung finden und die bessere Seite unseres Lebens entwickeln.